Die Geburt aus einer Idee
Es begann in einer Zeit, als Internetzugänge in Deutschland noch eine Seltenheit waren. Eine kleine Gruppe von Nerds begann mit den ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln, einen Internet-Provider in Deutschland aufzubauen. Linux war zu dieser Zeit noch ein eher experimentelles System, und sie wählten für dieses Vorhaben den Namen net-lab: „net“ für das Netz, das sie in Deutschland betreiben wollten, und „lab“ für das Laboratorium, in dem diese experimentellen Dienste entstanden.
Während andere Provider Router und Server so groß wie Waschmaschinen einsetzten, baute das Team von netlab von Anfang an konsequent kleine, modulare Einheiten auf und stellte seinen Kunden seit 1999 Services auf Basis von Linux und dem LAMP-Stack bereit.
Kontrolle statt Chaos
In Deutschland – und auch im Rest der Welt – wurde das Internet immer populärer. Der Bedarf an Hosting-Produkten für E-Mail und Web stieg kontinuierlich an. Gleichzeitig wuchsen jedoch auch die Gefahren und Bedrohungen im Bereich Cyber-Security.
Schon in dieser frühen Phase des Internets war das Team von netlab häufig damit beschäftigt, Malware und Rootkits zu jagen und konsequente Verfahren zu etablieren, um Datenverluste zu verhindern. Damals wurde netlab als sogenanntes autonomes System im Internet angemeldet, sodass nicht nur der Betrieb der Server, sondern auch das Routing vollständig eigenständig realisiert werden konnte.
Seitdem können wir mit Stolz sagen, dass im Rahmen unserer Hosting-Produkte jedes Kabel, jedes Datenpaket, jede Festplatte und jeder unserer Server vollständig unter unserer Kontrolle steht.
All-in Open Source
Es zeichnete sich immer deutlicher ab, dass nicht nur Linux den Markt revolutionieren würde, sondern Open-Source-Software insgesamt. Im Laufe der Zeit entstanden unzählige Projekte, die kommerziellen Software-Paketen nahezu ebenbürtig waren.
Schon vor Jahrzehnten sind wir deshalb „all-in Open Source“ gegangen und verwenden weder Windows noch macOS mehr.
Die Cloud, bevor sie cool war
Mit der zunehmenden Leistungsfähigkeit von Commodity-Servern begannen wir, in der aware Cloud unsere Hosting-Kunden virtuell abzubilden. Bereits 2008 erreichten wir eine Virtualisierungsquote von fast 100 % – unter Nutzung eines sehr innovativen Tools namens Linux-V-Server.
In späteren Jahren wurde dies – schweren Herzens – durch Docker ersetzt und mittlerweile durch eine reine Kubernetes-basierte aware Cloud. Kubernetes virtualisiert die aware Cloud nicht nur, sondern verteilt sie auch transparent auf unterschiedliche Maschinen, sodass der Kunde davon nichts merkt. Ein angenehmer Nebeneffekt ist die hohe Ausfallsicherheit.
Wir setzen Kubernetes seit 2014 produktiv ein – lange bevor die erste Version 1.0 veröffentlicht wurde.
Das Internet der Dinge wird lebendig
Auch kleinste Hardware wird immer leistungsfähiger, und Linux taucht als Embedded-System in unzähligen Geräten auf. Wir kümmern uns um das Internet der Dinge und realisieren für unsere Kunden Services wie Home Assistant zur Steuerung von Zuhause und Arbeitsplatz.